Sonntag 07.08.2011, Altenbeken
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Ich hab´s geschafft.... Ich bin oben - ganz oben....! Liebes Tagebuch, ich schreibe dir heute, weil es einen besonderen Anlass gibt. 1. TAG Ich wurde innerhalb weniger Stunden hoch - nach oben - katapultiert! Am Sonntag lag ich noch am Dänemarks Strand und genoss den Urlaub, Montag war ich bereits auf der Brücke (am Kwai) an der B64. Es ist ein harter Umschwung, konnte ich Sonntags noch ausschlafen, war am Montag um 6 Uhr Schluss mit Lustig, da um 6.45 Uhr scschon der Dienst auf der Brücke begann. Gottlob mit bekannten Gesichtern: Erwin und meinem Bruder Dennis. Es begann so schön: Ich höre Erwin noch sagen "Bis jetzt haben wir noch jeden geradegezogen bei Hofschröer und schon gehts los und Erwin drückt mir den Hammer in die Hand. Ich darf nun den ganzen Tag nageln... andere müssen dafür bezahlen, ich nicht. Selbst Abends bleibt nichts dem Zufall überlassen. Abendessen 19 Uhr - Tischordnung:Ich, Dennis und Erwin! Und Sonderwünsche gibt es nicht, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt und wehe es bleibt was auf dem Teller (Erwin hat eine unermessliche Einschätzung meines Magens, wenn er die Kelle auf meinem Teller entleert). Und dann die Geschichten: "Früher musste ich den ganzen Tag Schubkarre fahrn und fegen...Mittags musst ich den Alten immer Schnapps, Bier und Zigarretten holen!". Da soll man sich noch auf die kommenden Tage freuen, das wird bstimmt lustig! Wie sacht mein Papa immer: "So Junge, benimm dich anständig! Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre" Ich freu mich auf die nächsten Tage..in denen es bestimmt viel zu berichten gibt Bis bald Thomas
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Montag 08.08.2011, Altenbeken
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Lehrjahre sind keine Herrenjahre.. 2. TAG Mann, mann, mann....Arbeiten ist scheiße, würden jetzt viele Schüler denken, aber ich beginne meinen Tag mit dem Spruch: "Da muss ich mich erst dran gewöhnen, das wird schon besser". Mein Arm fühlt sich so schwer an, das ich Ihn kaum bewegen kann. Mein Körper ist ein einziges Wrack. Meine Schulkollegen überlegen sich (während meiner Mittagspause) was sie so anstellen wollen nach dem Frühstück. Aber gut, man muss alles mal kennenlernen. Dieser zweite Tag ist noch schlimmer als der Erste (ich weiß ja jetzt, was auf mich zukommt). Nageln, fegen und dann noch die Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre! Des Azubis Pünktlichkeit ist eine Stunde vor der Zeit!". Aber auch dieser Tag geht rum und ich sitze wie in Trance an diesem Abend neben Eriwin auf der Bank beim Pörtner. Ich hab so einen Brand auf ein leckeres Bier, aber für den guten Eindruck greife ich auf das Getränk meiner Jugend zurück - COLA. Eine Frauengestalt nähert sich und im Scheinwerfer-Licht erkenne ich sie nur unscharf. Aber von der Stimme - eindeutig meine Schwester Nicole. "Ich hatte heute einen anstrengenden Tag" höre ich sie murmeln "Ich musste unsere Lehrlinge rumführen und anschließend mit Ihnen auf Firmenkosten im 3-Sterne-Lokal essen". Halb bewußtlos höre ich mich sagen: "Ja Nici, du hast es schwer!"... Nach einer Weile fragt sie mich:"Und wie war dein Tag?" Und eh ich antworten konnte, hat Erwin das alles schon für mich erledigt. "Er durfte mit mir und neben mir arbeiten!" "Mensch Bruder, da bin ich aber neidisch auf dich. Mit dem Hubwagen den ganzen Tag rauf und runter fahren..." Wenn die wüsste... Plötzlich (endlich) klingelt das Handy. Ich blinzel auf die Tastatur und bin sofort hellwach: Meine Kumpels...ich bin nicht vergessen.... Sie fragen, ob wir was zusammen machen wollen. NA Klar, schon ist der Roller aus dem Stall geholt, gas und nur weg...obwohl es mir schwerfällt Erwin alleine zu lassen!. Meine Gang, was wäre ich bloß ohne Sie? Wenn ich kurz vorm Selbstmord stehe, rufen Sie mich an. Bis bald Thomas |




